Mitarbeitermotivation

Definition Mitarbeitermotivation

Als Mitarbeitermotivation wird die Einflussnahme der Führungskraft eines Unternehmens auf die eigenen Mitarbeiter verstanden, um damit eine Verbesserung des Verhaltens und der Leistungen zu erzielen. Der Arbeitgeber versucht demnach mittels positiver Anreize die Leistung und die Produktivität der Arbeitnehmer zu verbessern. Kurz gesagt geht es dem Arbeitgeber darum, durch die Motivation der Mitarbeiter, die Produktivität des gesamten Unternehmens zu steigern und damit die eigene Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern.

Arten der Mitarbeitermotivation

Die Mitarbeitermotivation ist, wie die Motivation im Allgemeinen, in zwei verschiedene Bereiche unterteilt – die extrinsische und die intrinsische Motivation.

Extrinsische Motivation

Die extrinsische Mitarbeitermotivation beschreibt alle äußeren Anreize, die auf den Mitarbeiter einwirken. Diese Anreize können in Form von Strafe als auch von Belohnung erfolgen. Als Strafe wäre beispielsweise eine Abmahnung zu sehen, da der Arbeitnehmer durch das Ausführen einer bestimmten Tätigkeit versucht, der drohenden Abmahnung zu entgehen. Die Belohnung erfolgt im direkten Gegensatz zur Strafe, da die Mitarbeitermotivation hier durch das Versprechen einer Belohnung, beispielsweise in Form einer Gehaltserhöhung, hervorgerufen wird.

Intrinsische Motivation

Die intrinsische Mitarbeitermotivation beschreibt die internen, persönlichen Anreize des Mitarbeiters. Der Arbeitnehmer motiviert sich dabei ausschließlich selbst, um den entsprechenden Arbeitseinsatz und die Leistung zu erbringen. Hauptgrund für diese Art der Mitarbeitermotivation ist der persönliche Spaß an der auszuübenden Tätigkeit. Es kann aber auch sein, dass der Mitarbeiter die Arbeit als Herausforderung ansieht oder um die Bedeutsamkeit der Arbeit weiß.

Techniken der Mitarbeitermotivation

Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten der Mitarbeitermotivation. Auch hier gibt es keine perfekte Motivationstechnik, da je nach Art der angesprochenen Motivation verschiedene Techniken eingesetzt werden können.

Die Techniken der Mitarbeitermotivation lassen sich in vier Bereiche unterteilen:


1. Monetäre Anreize
2. Führungsstil und Autonomie
3. Lob, Anerkennung und Wertschätzung
4. Emotionale Bindung

1. Monetäre Anreize

Wie eine Studie der Beratungsgesellschaft Hay Group von 2012 zeigt, ist es nicht die Bezahlung allein, was Menschen zu guter Arbeit motiviert. Wichtiger als Geld sind für viele Arbeitnehmer ein gutes Arbeitsklima sowie eine ansprechende Tätigkeit. Allerdings wird eine angemessene Bezahlung auch als ein Zeichen der Wertschätzung der eigenen Arbeit angesehen. Ein zu geringes Gehalt kann schnell demotivierend wirken.

Deutlich wichtiger ist der Einsatz von Boni-Zahlungen, da variable Zusatzzahlungen zum Fixgehalt motivierend wirken können. Allerdings nur, wenn diese vom Mitarbeiter selbst beeinflusst werden können. Das Gehalt sollte nicht mehr als ein Drittel Boni-Zahlungen aufweisen, da das Personal sonst zu stark unter Druck gesetzt wird und der Effekt der Mitarbeitermotivation damit hinfällig wäre.

2. Führungsstil und Autonomie

In vielen Fällen ist der Führungsstil eines Unternehmens Schuld an einem Arbeitsplatzwechsel oder der Demotivation der eigenen Mitarbeiter. Das liegt unter anderem daran, dass in vielen Unternehmen immer noch ein traditionell, hierarchischer Führungsstil ausgeübt wird. Besonders bei der jüngeren Zielgruppe schlägt sich dieser Führungsstil negativ auf die Mitarbeitermotivation aus, da kaum Spielraum für eigene Ideen und Kreativität gegeben ist. Aus diesem Grund ist eine Mischung aus verschiedenen Führungsstilen sinnvoll – abhängig von der Situation.

Den Mitarbeitern eigenen Spielraum für Ideen und Entscheidungen zu geben ist wichtig, um die Kompetenzen der einzelnen Arbeitnehmer ernst zu nehmen. Die freie Entfaltung und eigene Entscheidungsmacht spiegelt sich auch in der flexiblen Gestaltung der Arbeitszeit wieder.

3. Lob, Annerkennung und Wertschätzung

Eine wichtige Technik der Mitarbeitermotivation ist das Lob der Arbeitnehmer und die damit verbundene Wertschätzung der geleisteten Arbeit. Dabei ist es besonders wichtig, dem Mitarbeiter nicht ständig ein Lob entgegenzubringen, da dieses sonst irgendwann nicht mehr ernstgenommen wird. Echtes Lob erfolgt meist als spontane Wertschätzung einer erbrachten Leistung und kann beispielsweise persönlich erfolgen, durch einen kurzen Anruf oder eine E-Mail.

Die Steigerung von Lob ist Anerkennung. Im Gegensatz zum Lob ist die Anerkennung nicht auf eine bestimmte Tätigkeit begrenzt, sondern eher eine grundsätzliche Haltung der Führungskraft gegenüber dem Mitarbeiter.

4. Emotionale Bindung

Zur wichtigsten Motivationstechnik zählt die emotionale Bindung eines Arbeitnehmers zu seinem Arbeitgeber, also zum Unternehmen aber auch zur eigenen Arbeit. Dabei ist es essentiell, dass die Ziele des Unternehmens mit den Zielen des Arbeitnehmers übereinstimmen, um sich mit diesen überhaupt identifizieren zu können. Es geht darum, dass die Mitarbeiter nicht nur Dienst nach Vorschrift absolvieren, sondern sich direkt mit dem Unternehmen und der eigenen Arbeit identifizieren können.

In diesem Zusammenhang spielen auch die Weiterentwicklungschancen, sowie die zur Verfügung gestellten Weiterbildungsmöglichkeiten und Karrierechancen eine große Rolle.